Breeqo

Heizlast aus dem Gasverbrauch berechnen

Mit Normaußentemperatur und Gradstunden für Ihre Postleitzahl, berechnet aus 20 Jahren Daten des Deutschen Wetterdienstes. Kostenlos und ohne Anmeldung.

So rechnet der Heizlast-Rechner

  1. Warmwasser abziehen: etwa 2 kWh Wärme je Person und Tag, bei Gaskesseln im Sommer mit rund 75 % Nutzungsgrad.
  2. Gas in Wärme umrechnen: Brennwertkessel nutzen im Mittel etwa 90 % des Gases, Niedertemperaturkessel 82 %, ältere Kessel 75 %.
  3. Auf das Wetter beziehen: Die Heizwärme verteilt sich auf die Gradstunden des Jahres, also jede Stunde, in der es draußen kälter als die Heizgrenze von etwa 15,5 °C ist, gewichtet mit dem Abstand.
  4. Auf den kältesten Tag hochrechnen: Der Wärmeverlust je Kelvin mal dem Abstand zwischen Heizgrenze und Normaußentemperatur ergibt die Heizlast.

Ein Beispiel aus Berlin: 20.000 kWh Gas, vier Personen, Brennwertkessel. Nach Abzug von etwa 3.900 kWh für Warmwasser bleiben rund 14.500 kWh Heizwärme. Das ergibt eine Heizlast von etwa 7 kW bei −12 °C. Die Faustformel „Verbrauch durch 2.000“ hätte 10 kW ergeben, eine Wärmepumpe in dieser Größe wäre deutlich zu groß.

Warum gemessene Werte besser sind

Jedes Jahr ist anders: Ein milder Winter senkt den Verbrauch, ohne dass das Haus besser gedämmt ist. Dazu kommen Urlaub, Gäste oder ein Kaminofen. Wer seinen Gaszähler einige Wochen lang abliest und die Werte mit den gemessenen Temperaturen vergleicht, bekommt die Energiesignatur des Hauses. Daraus lässt sich die Heizlast auf wenige Prozent genau bestimmen. Genau das macht der Breeqo Wärmepumpen-Check: ein Foto vom Zähler pro Woche, den Rest rechnet die App.

Häufige Fragen

Wie berechne ich die Heizlast aus dem Gasverbrauch?

Vom Jahresverbrauch ziehen Sie den Anteil für Warmwasser ab, rechnen mit dem Nutzungsgrad des Kessels in Wärme um und teilen durch die Gradstunden des Jahres an Ihrem Ort. Das ergibt den Wärmeverlust je Kelvin. Mal dem Abstand zwischen Heizgrenze und Normaußentemperatur ergibt sich die Heizlast am kältesten Tag.

Stimmt die Faustformel „Verbrauch durch 2.000“?

Sie liegt oft zu hoch, weil sie Warmwasser und Kesselverluste mitzählt. In kalten Regionen mit vielen Heizstunden kann sie auch zu niedrig sein. Für eine erste Größenordnung taugt sie, für die Auswahl einer Wärmepumpe nicht.

Warum zeigt der Rechner eine Spanne statt eines Werts?

Der Rechner kennt Ihr Abrechnungsjahr, den echten Nutzungsgrad Ihres Kessels und Ihre Heizgrenze nicht. Deshalb rechnet er mit einem typischen Jahr und zeigt ehrlich, wie groß die Unsicherheit ist. Wöchentliche Zählerstände machen daraus einen Messwert.

Reicht das für die Förderung oder die Auslegung?

Nein. Für die Förderung und die Auslegung braucht der Fachbetrieb eine raumweise Heizlastberechnung nach DIN EN 12831. Ein Wert aus dem Verbrauch hilft aber, dessen Ergebnis und Angebote zu prüfen.

Normaußentemperatur nachschlagen

Die Normaußentemperatur für Ihren Ort finden Sie in der Übersicht nach Ort und Postleitzahl.