Luftfeuchtigkeit im Keller zu hoch?

Von Breeqo RedaktionAktualisiert: 2026-03-10

Eine relative Luftfeuchtigkeit von über 65 % im Keller ist laut DIN 4108-2 ein Warnsignal. Ab 70 % steigt das Schimmelrisiko laut Umweltbundesamt drastisch. Hier erfahren Sie, welche Werte normal sind und was Sie tun können.

Welche Luftfeuchtigkeit ist im Keller normal?

BereichLuftfeuchtigkeitBewertung
Unter 40 %Zu trockenSelten im Keller, kann bei starker Heizung vorkommen
40–60 %IdealKein Schimmelrisiko, optimales Klima
60–70 %ErhöhtHandeln empfohlen, besonders an Kaltflächen
Über 70 %KritischSchimmelgefahr, sofortige Maßnahmen nötig

Warum ist die Luftfeuchtigkeit im Keller so hoch?

  • Aufsteigende Feuchtigkeit: Ohne Horizontalsperre zieht Wasser aus dem Erdreich durch das Mauerwerk.
  • Falsches Lüften: Im Sommer lüften viele Kellerbesitzer bei offenem Fenster – warme Außenluft kondensiert an den kalten Kellerwänden und erhöht die Feuchtigkeit.
  • Wäsche trocknen: Laut Fraunhofer-Institut für Bauphysik gibt jeder Waschgang 2–5 Liter Wasser in die Luft ab.
  • Undichte Rohre oder Leitungen: Tropfende Wasserleitungen oder defekte Dichtungen.
  • Mangelnde Belüftung: Keller ohne Fenster oder Abzug haben keinen natürlichen Luftaustausch.

So senken Sie die Luftfeuchtigkeit

  1. Taupunktgesteuert lüften: Nur lüften, wenn die Außenluft trockener ist. Nutzen Sie den Rechner unten, um das zu prüfen.
  2. Luftentfeuchter einsetzen: Bei dauerhaft über 70 % hilft ein elektrischer Entfeuchter als Sofortmaßnahme. Laut Stiftung Warentest verbrauchen typische Geräte 200–600 kWh pro Jahr.
  3. Ursache bekämpfen: Aufsteigende Feuchtigkeit durch Horizontalsperre oder Außenabdichtung stoppen.
  4. Heizen hilft: Warme Luft kann mehr Feuchtigkeit aufnehmen. Selbst leichtes Heizen senkt die relative Luftfeuchtigkeit.
  5. Automatisieren: Sensoren messen 24/7 und steuern eine Lüftung automatisch per Relais.

Rechner: Hilft Lüften gerade?

Innenraum
20 °C
-10 °C40 °C
65 %
10 %100 %
Außenluft
5 °C
-20 °C40 °C
80 %
10 %100 %

Häufig gestellte Fragen zur Luftfeuchtigkeit im Keller

Welche Luftfeuchtigkeit ist im Keller normal?+

Laut DIN 4108-2 liegt die optimale relative Luftfeuchtigkeit in Kellerräumen zwischen 40 und 60 %. Ab 65 % sollte gehandelt werden, ab 70 % besteht akutes Schimmelrisiko.

Warum ist die Luftfeuchtigkeit im Keller im Sommer höher?+

Warme Sommerluft enthält mehr absoluten Wasserdampf als kühle Kellerluft. Wird im Sommer gelüftet, kondensiert die Feuchtigkeit an den kalten Kellerwänden und die relative Luftfeuchtigkeit steigt.

Wie messe ich die Luftfeuchtigkeit im Keller?+

Mit einem digitalen Hygrometer (ab 10 €) oder einem WLAN-Sensor wie dem Shelly H&T Gen3 (ab 17 €). WLAN-Sensoren ermöglichen eine kontinuierliche Überwachung per App.

Hilft ein Luftentfeuchter gegen hohe Kellerfeuchtigkeit?+

Ja, als Sofortmaßnahme bei dauerhaft über 70 %. Laut Stiftung Warentest verbrauchen typische Geräte allerdings 200–600 kWh pro Jahr. Langfristig ist taupunktgesteuerte Lüftung effizienter.

Kann ich die Luftfeuchtigkeit durch Heizen senken?+

Ja, warme Luft kann mehr Feuchtigkeit aufnehmen, wodurch die relative Luftfeuchtigkeit sinkt. Allerdings behandelt Heizen nur das Symptom – die Feuchtigkeit bleibt im Raum und muss durch Lüften abgeführt werden.

Was kostet eine automatische Kellerentfeuchtung?+

Klassische Taupunkt-Steuergeräte kosten 800–2.500 € plus Einbau. Cloud-basierte Lösungen wie Breeqo starten ab 0 € Software + ca. 35 € Hardware (Shelly-Sensor und Relais).

Feuchtigkeit automatisch im Griff

Breeqo Taupunkt überwacht die Luftfeuchtigkeit rund um die Uhr und lüftet automatisch, wenn es sinnvoll ist.

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